Quartierspark

Am Ziesberg

Kenndaten

Kategorien

Freiraumplanung, Spiel- und Freizeitflächen, Wohnumfeldverbesserung, Quartier

Bauherr

Städtischer Regiebetrieb der Stadt Salzgitter

Typologie

Quartierspark, Bürgerbeteiligung, Spiellandschaft, Schulhofgestaltung, Barrierefreiheit, Spielflächen

Größe

Fläche 11.500 m²

Zeitachse

2013 – 2016

Status

fertiggestellt

Ort

Salzgitter

Projektbeschreibung

Der Schulhof der Grundschule Am Ziesberg wurde zu einem offenen Quartierspark umgestaltet. Grundvoraussetzung einer Förderung war die Öffnung des Geländes zu den umgebenden Straßen. Die neuen Wegebeziehungen wurden damit konzeptbestimmend. Ein weiteres Hauptanliegen war die Verknüpfung der isolierten Geländeebenen zu einer komplexen, ineinanderfließenden und modellierten Spiellandschaft. Grundsätzlich musste die Asphaltfläche des Schulhofs aus Kostengründen weitgehend unsaniert erhalten bleiben.

Sie dient als Sport- und Bewegungsfläche, wurde aber in ihrer Ausdehnung deutlich zurückgenommen.
Sie wurde durch verschiedene Maßnahmen gegliedert: Zwei gepflasterte Wege, von Süd und Nord kommend, setzen sich vom Asphaltbelag deutlich ab und grenzen so die ruhigere Zone vor dem Schulgebäude von der restlichen Asphaltfläche ab.

Im Kreuz der neuen Wegeverbindungen erhebt sich der multifunktionale „Bühnenplatz“ als leichte Anhöhe und schirmt die neue Schulmensa gegen die Bewegungsfläche ab. Der farbige Grund ist wasserdurchlässiges, gebundenes Gummigranulat. „Aufgestaut“ durch wegebegleitende, teils schiefe Mauern, ergießt er sich in Richtung einer alten, hierdurch in Szene gesetzten Platane ins Gelände. Der Höhenunterschied zur Turnhalle wird für eine Tribüne aus Sitzstufen genutzt.
Während der Bauphase wurde schließlich die Ausführung des Aufenthaltsbereichs für sommerliche Mittagspausen, Feste und Vorführungen zwischen Schulmensa, Sitzstufen und Bühnenlatz im Pflasterbelag beschlossen, um dem Bereich einen eigenen Charakter verleihen zu können.

Die Hochebene der Spielwiese ist durch Entnahme altersschwacher Bäume und des gesamten Buschwerks im Übergang zur asphaltierten Ebene heute besonnt. Gepflasterte Rampen verbinden die Ebenen. Eine Hangrutsche und eine Wackelbrücke mit Ausguckplattform führen spielerisch hinunter ins östliche „Lange Tal“, das sich heute mit landschaftlich geschwungener
Hangseite ins Gelände schneidet. Die zu erhaltende Laufbahn wurde auf 50m eingekürzt.

Höhepunkt bildet hier eine Hangel- und Balancierstrecke und ein Außenklassenzimmer im Wall mit großen Sandsteinblöcken.

Bürgerbeteiligung

Während des Planungsprozesses wurden die Schule durch verschiedenste Beteiligungsverfahren eingebunden und ein besonderes Augenmerk auch auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gelegt.

Lehrerfragebogen und geführte Schulhofbegehungen mit Schulklassen aller Klassenstufen ergaben interessante und verwertbare Anregungen. Wichtige praktische Aspekte ergab auch die Hausmeisterbefragung.

Zwischenschritte der Planung wurde in Gesamtkonferenzen, Schulvorstandssitzungen und Treffen des Schülerparlaments vorgestellt und diskutiert.

In zwei Workshops mit Schülern der Grundschule Am Ziesberg sowie in einem Workshop mit Jugendlichen der Dr.-Klaus-Schmidt Schule wurden anhand einfacher Modelle (Spiel-)Träume und Ideen erarbeitet, die sich für den Entwurfsprozess sehr wertvoll zeigten. Insgesamt nahmen ca. 20 Schülervertreter|innen der Grundschule und 14 Schülervertreter|innen der Hauptschule an den Workshops teil.

Das Planungsteam aus fünf Lehrervertretern, dem Stadtbüro und der Architektin begleitete den Planungsprozess ab März 2009. Im April 2010 fand die siebte und letzte Sitzung des Planungsteams vor der Umsetzung statt.

Kontakt per Mail oder Telefon .